Verkehrsprobleme im Mittelpunkt des Informationsstandes mit Gerhard Kleinböck

Veröffentlicht am 17.05.2012 in Allgemein

Auf seiner „Erfahrungstour“ durch den Wahlkreis nutzte der Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck gemeinsam mit dem Hirschberger SPD-Ortsverein, die Verkehrsprobleme in der Ortsdurchfahrt in Großsachsen vor Ort zu besprechen. Denn Kleinböck ist diesbezüglich seit November 2011 im Kontakt mit Bundesverkehrsminister Ramsauer in Berlin und Landesverkehrs-minister Hermann in Stuttgart. Nebenbei: Der Landtagsabgeordnete war mit einem Tross von Teilnehmern mit dem Rad gekommen vom Ausgangspunkt Dossenheim über Schriesheim. Nach dem Halt in Großsachsen ging es noch weiter nach Weinheim, Heddesheim und dann zum Abschluss nach Ladenburg. Jeweils kam ein anderes Thema zur Sprache: Familienland, Bildungsaufbruch, Verkehrspolitik, Energiewende, demografischer Wandel, Polizeistrukturreform.

Am Informationsstand am OEG-Bahnhof in Großsachsen sprach das Vorstandsmitglied Ulrich Wiedemann eingangs den zweigleisigen Ausbau der OEG an. Rein optisch habe sich hier gegenüber den schlimmen Zuständen vorher wirklich viel verändert und für die Nutzer dieses öffentlichen Verkehrsmittels viele Verbesserungen gebracht: Barrierefreie Einstiegsmöglichkeiten, Zugfolge-Anzeigen, Erhöhung der Attraktivität durch die geplante Taktverdichtung. „Die OEG-Fahrgäste können sich freuen und sind die Gewinner des Ausbaus, die Straßenverkehrsteilnehmer weniger“, so die Einschätzung von Wiedemann.
Beim Straßenverkehr habe sich der Verkehrsfluss zwar durch eine Optimierung der Ampelschaltungen gegenüber dem Anfangszustand deutlich verbessert, aber Mängel gebe es immer noch. Gerade in der Einfahrt aus der Breitgasse in die B3 seien die Wartezeiten zu lang und demzufolge könne man Staus bis weit in die Breitgasse hinein beobachten. Ein unmöglicher Zustand.

Durch die geplante Taktverdichtung der OEG, also von heute zwanzig Minuten auf dann zehn Minuten in bestimmten Zeitabschnitten , werde die Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt von Großsachsen nach Meinung Wiedemanns „überkritisch“. Der 10-Minuten-Takt komme zwar nur zwischen 6.00 Uhr und 8.00 Uhr sowie zwischen 15.00 Uhr und 19.00 Uhr, aber genau in diesen Zeiten sei auch das Straßenverkehrsaufkommen besonders hoch. Und der 10-Minuten-Takt gelte in beiden Fahrtrichtungen , also durchfahre durchschnittlich alle fünf Minuten ein OEG-Zug den Ort. Das werde den Verkehrsfluss weiter beeinträchtigen, war sich die Runde sicher.

Deshalb kam Ulrich Wiedemann wieder auf ein altes Anliegen der SPD-Hirschberg zurück, die Ortsrandstraße. „Diese ist jetzt unumgänglich“. Denn mit der Taktverdichtung der OEG und dem Straßenverkehr auf derselben Trasse verschärfe sich das Problem erheblich. Schließlich fahren täglich 18.000 Fahrzeuge laut einer Verkehrsbefragung über die B3 im Bereich der Ortsdurchfahrt von Großsachsen. Mit dieser Umgehung sei man schon einmal im Bundesverkehrswegeplan gewesen, doch habe die damalige Mehrheit den von Landwirten dominierten Fraktionen von CDU und FWV im Hirschberger Gemeinderat den weiteren Verbleib abgelehnt. Längst hätten alle sich von der Notwendigkeit dieser Straße überzeugen lassen und sich der langjährigen Forderung der SPD angeschlossen, außer den Grünen. Jetzt gelte es, die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan wieder zu erreichen. Weil das dortige Verkehrsaufkommen im Wesentlichen von außerhalb verursacht sei, lehne die Gemeinde Hirschberg angesichts ihrer angespannten Haushaltslage eine eigene Finanzierung ab. Allerdings liege eine fertige Planung für die Ortsrandstraße bei der Gemeinde Hirschberg vor. Und die Entlastungswirkung einer solchen Ortsrandstraße sei längst erbracht: Eine von der Gemeinde in Auftrag gegebene Verkehrsanalyse ergab, dass durch den Neubau einer westlichen Ortsrandstraße „die Belastung der B3 in der Ortslage von Großsachsen erheblich reduziert werden kann“.

Auf Bitte von Bürgermeister Manual Just habe die SPD-Hirschberg das Verkehrsproblem im November letzten Jahres an den Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck herangetragen, mit dem Ziel um Wiederaufnahme in den Bundesverkehrswegeplan. Dies sei unabdingbare Voraussetzung für eine Finanzierung und Bau dieses Vorhabens durch den Bund, also der Verlagerung der B3 um Großsachsen herum. Diese Aufnahme gelinge nur über das Land Baden-Württemberg, denn das Land müsse das Vorhaben in seine Vorschlagsliste für den Bund aufnehmen. „Mit Briefen an das Bundes- und Landesverkehrsministerium haben wir das wichtige Anliegen von Hirschberg bereits vorgebracht“, berichtete Kleinböck. Vorabinformationen lägen bereits vor, doch weiterer Klärungsbedarf sei notwendig. „Jetzt gilt es weiter Druck zu machen, um ein gravierendes verkehrspolitisches Ärgernis mittelfristig zu beseitigen“.

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