Rüdiger Kanzler, Sylvia Grüll, Sandra Gritsch und Thomas Scholz
Rüdiger Kanzler, Sylvia Grüll, Sandra Gritsch und Thomas Scholz
Die Überlegungen rund um den Themenkomplex Neubaugebiet in Leutershausen nehmen Form an und es wird konkreter. An der Osteraktion der SPD Hirschberg hat die Partei das Thema in die Bevölkerung hineingetragen und war über das große Interesse überrascht. Die Meinungen der Menschen gingen gar nicht so weit auseinander wie zunächst angenommen. Ein kleiner Teil der Bürgerinnen und Bürger würde aus Gründen des Naturschutzes (Stichwort Versiegelung) auf das Projekt verzichten und sich lieber rein auf die Innenverdichtung konzentrieren. Der Großteil allerdings befürwortete die Pläne ausdrücklich und schrieb der SPD zeitgleich mehrere Aufträge auf die To-Do-Liste. Denn: ein Neubaugebiet erachtete die große Mehrheit der Befragten nur für sinnvoll, wenn Wohnraum geschaffen werden könnte für Familien, ältere Menschen, Alleinerziehende und "normale" Leute - gemeint sind also Menschen, die sich keine "Sterzwinkel-Häuser" leisten könnten. Das ruft natürlich die SPD auf den Plan, denn soziale Gerechtigkeit ist Markenkern der Partei. Das schmale Angebot an Wohnungen und Häusern, die in Hirschberg zum Verkauf stehen, bewegt sich preislich oft im hohen sechs- oder gar siebenstelligen Bereich und ist somit für die allermeisten Menschen unerschwinglich. Die Folge: Hirschberg vergreist zusehends.
Aus diesem Grund lud der Ortsverein Hirschberg Mittwochabend in der Alten Villa zu einer themenbezogenen Mitgliederversammlung ein und debattierte den Themenkomplex ausgiebig. Dr. Thomas Scholz, der als Fraktionsvorsitzender und Gemeinderat der SPD über die größte Expertise auf diesem Gebiet verfügt, hatte eine Präsentation vorbereitet und den Stand der Dinge vorgestellt. Wie ist nun die Haltung der SPD zu einem Neubaugebiet? Die klare Antwort: Ja! Aber: Es muss dafür gesorgt werden, dass die Wohneinheiten erschwinglich bleiben und möglichst nicht zu groß ausfallen. Die SPD spricht sich für einen substanziellen Anteil sowohl an sozial gebundenem als auch an preisgedämpftem Wohnraum aus. Input gab es an diesem Abend reichlich: Könnte auch ein Anteil an Werkswohnungen mit eingerechnet werden? Immerhin ist es für die Firmen am Ort ein oft entscheidender Vorteil im Kampf um Fachkräfte, wenn sie zu einem Arbeits- auch gleich noch einen Mietvertrag mit anbieten können. Wie sieht es aus mit dem Thema Umweltschutz, Wassergewinnung, Nachhaltigkeit? Und was tun mit dem vielen Leerstand in beiden Ortsteilen? Die Mitglieder waren sich einig, dass es nicht ausreicht, nur eine Leerstandserhebung zu machen. Nötig wäre ein aktives Immobilienmanagement, in dem die Gemeinde als Vermittler und als Moderator auftritt.
Später wurde eine interessante Neuerung debattiert: Seit letztem Wochenende hat das Land Baden-Württemberg ein Förderprogramm aufgelegt, das Menschen belohnt, die in eine kleinere Wohneinheit ziehen wollen - innerhalb ihres Ortes. Bis zu 5000 Euro Prämie kann es hier geben. Eine gute Idee, steht dahinter doch die Hoffnung, dass dadurch ältere Menschen aus ihren zu groß gewordenen Häusern ausziehen.
Schönheitsfehler in Hirschberg: Gerade kleine Wohnungen fehlen leider! Und so bleibt eine Erkenntnis des Abends: Es gibt extrem viel zu tun und es ist sehr wichtig, dass bei der Planung klug vorgegangen wird, um ein Angebot zu schaffen, das den echten Bedarf deckt.
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