SPD-Hirschberg
Auf unsere Einladung hin folgt der Bürgermeister Manuel Just unserer Einladung in die Alte Villa nach Leutershausen. Er hatte sich bereits Ende Juli 2014 bei allen Parteien im Ort um Unterstützung für seine erneute Kandidatur beworben.
Nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Rüdiger Kanzler ging der Bürgermeister zunächst auf die Errungenschaften der letzten 8 Jahre ein. Dazu zählen vor allem das Betreute Wohnen in Großsachsen, das Hilfeleistungszentrum in Leutershausen und die Ausweitung der Kinderbetreuung-Ganztagsplätze auf 140 in der Gemeinde. Weiterhin nannte er das Bebauungsgebiet „Sterzwinkel“ und den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs als wesentliche Themen. Dann folgte sein Ausblick in die Zukunft unter dem Motto „Bewährtes bewahren und Neues bewegen“. Der Bürgermeister nennt uns 6 Schwerpunkte seines Wahlprogramms. 1. Die Infrastruktur erneuern (Schulen und Sporthallen), 2. Bewahrung der dörflichen Struktur(Weiterentwicklung der Ortskerne) 3. Sanierung der Gemeindestraßen (pro Jahr eine) 4. Kommunale Familien und Bildungspolitik(u.a. Spielplätze sanieren, Ferienbetreuung) 5. Kommunale Ehrenamtsförderung und 6. Verwaltung als Dienstleister(transparente Informationspolitik). Als gelernter Kämmerer will er die bisherige solide Haushaltspolitik weiter fortführen.
Nach der Vorstellung seiner Ziele der nächsten Jahre begann die ausführliche Fragerunde. Ein TEAM der SPD Hirschberg hatte ausgehend vom Wahlprogramm zur Gemeinderatswahl 2014 einen ausführlichen Fragenkatalog erarbeitet. Beim Punkt „Demografischen Wandel begegnen“ sah er unser ins Spiel gebrachtes Mehrgenerationenhaus/Senioren-WG als überlegenswertes Konzept an, stellte jedoch fest, dass der Gemeinde die Fläche für ein solches Objekt fehle. Die IHK könnte ein regelmäßiges Beratungsangebot ähnlich der KLIBA anbieten. Beim Straßenzustand wurde festgestellt, dass von unseren 160 Straßen ca. 50 in die wichtigste Priorität eingestuft werden müssen. Er konnte somit unserer Forderung nach Barrierefreiheit nicht entsprechen! Das größte Problem der Gemeinde, nämlich die Ortsdurchfahrt Großsachsen scheitert am Geld bzw. an der Zusammenarbeit der umliegenden Gemeinden. Bei unserer Frage nach Landschaftsverbrauch stellte er sich auf die Seite unserer Forderung „Innenverdichtung vor Außenentwicklung“. Außerdem soll es kein weiteres Neubaugebiet in der Größe des Sterzwinkels geben. Das Thema Windkraft sollte nur mit Schriesheim gemeinsam entschieden werden. Die Ganztages-Grundschule in beiden Ortsteilen will BM-Kandidat Just nur in Zusammenarbeit mit den betroffenen Bürgern sprich Eltern/Schüler und Lehrer entwickeln, sofern dies gewünscht ist. Der Frage nach Entwicklung von Freizeitmöglichkeiten in Großsachsen, sprich Bolzplatz an der Grundschule, entgegnete BM Just mit hohen Kosten für den Unterbau. Beim Thema Sporthallenerweiterung (3. Halle/Eventbereiche !) brachte Herr Just die Standortfrage ins Spiel. Seiner Meinung nach sinnvollste Aufgabe zur Förderung von Einzelhandel, Gewerbe und Tourismus ist der Breitbandausbau, außerdem soll verstärkt mit dem BDS zusammengearbeitet werden. Die Wirtschaftsförderung innerhalb der Gemeinde findet thematisch in der Kämmerei statt, außerdem ist Hirschberg Mitglied im Wirtschaftsförderkeis der Rhein-Neckar-Region. Beim Punkt Migration/Integration sagte der BM-Kandidat, dass die eigentliche Willkommenskultur bei den Bürgerinnen und Bürgern besser untergebracht ist, als in der Verwaltung. Die Gemeinde unterstützt wo Sie kann, will aber im Hintergrund wirken, um Asylbewerber nicht abzuschrecken. Unserer Frage nach kostenlosem letztem Kindergartenjahr verwies er auf den Bund. Die Gemeinde hat in diesem Bereich bereits enorme Investitionen getätigt.
Nach dieser umfangreichen Fragerunde bedankte sich der Vorsitzende Rüdiger Kanzler bei Bürgermeister Manuel Just mit einem Weinpräsent und es folgte der nichtöffentliche Teil mit einer Diskussion. In dieser sehr kontrovers geführten Debatte wurde deutlich, dass Bürgermeister Just in den vergangenen 8 Jahren nicht immer der Meinung der SPD-Mitglieder entsprochen hatte (z.B. Gemeinschaftsschule). Andererseits wurde anerkannt, dass er mit sehr hoher Kompetenz und großem Engagement viele Themen vorangebracht hat, die für die Zukunft der Gemeinde Hirschberg von großer Bedeutung sind. Als Beispiele wurden hier das Seniorenzentrum in Großsachsen und Leutershausen, das Hilfeleistungszentrum, die Betreuung von Kleinkindern und Kindergartenkindern sowie der Ausbau der Grundschulen genannt. Am Ende überwog der positive Eindruck und das klare Bekenntnis des Kandidaten zu einer nachhaltigen und zukunftsweisenden Politik für unsere Gemeinde und der SPD Ortsverein Hirschberg entschied sich mit großer Mehrheit für eine Unterstützung der Kandidatur von Bürgermeister Manuel Just.
Der SPD Ortsverein Hirschberg hofft auf eine rege Wahlbeteiligung am 19. April 2015 und ein klares Votum der Bürgerinnen und Bürger für den derzeitigen Amtsinhaber.