ILEK: Forderungen und Anregungen des kommunalpolitischen Arbeitskreises der SPD-Hirschberg

Veröffentlicht am 12.02.2012 in Allgemein

Die „Blühende Badische Bergstraße“ mit den Gemeinden Dossenheim, Hirschberg und
Laudenbach und den Städten Hemsbach, Schriesheim und Weinheim ist Modellprojekt innerhalb
des „Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes ILEK“ in Baden-Württemberg, gefördert von
der Stuttgarter Landesregierung.

Zu den Themenfeldern von ILEK gehören unter anderem Naturschutz, Integration touristischer Konzepte einschließlich der Qualitätssteigerung von Rad- und Wanderwegen, Reduktion des Flächenverbrauchs und bessere Erschließung landwirtschaftlicher Flächen in den Hanglagen.
Da von sehr beschränkten Finanzmitteln auszugehen ist, sollte nach Auffassung des kommunal-politischen Arbeitskreises der SPD-Hirschberg das Vorhaben auf die Verbesserung der vorhandenen Wanderwege, also vor allem des „Burgenwegs“, entlang der Bergstraße konzentriert werden. Dies wäre dann auch das Verbindende zwischen den Städten und Gemeinden an der „Blühenden Bergstraße“; außerdem für die Naherholung und den Tourismus sehr attraktiv und kein Eingriff in die Natur. Bereits auf einer Wanderung im Oktober 2011 hatte sich der Arbeitskreis einen Überblick auf Teilstücken der Wege zwischen Schriesheim und Lützelsachsen verschafft, ob ausreichend Hinweisschilder vorhanden, Ruhe- und Schutzmöglichkeiten bestehen und wie der Zustand der Wege ist. Diese Erkenntnisse will nun die SPD über die Gemeindeverwaltung in die ILEK-Projektorganisation für den Bereich der Gemarkung Hirschberg einbringen.

Die Forderungen und Anregungen sind in zehn Punkten zusammengefasst:

1. Zickzack-Weg von der Talstraße in Großsachsen hoch hinauf zum „Hundskopf“ und „Belzbuckel“: Der Weg wird von Wanderern, für die er gedacht ist, und Mountain-Bikern, für die er zu schmal ist, genutzt. Er ist sehr schwer und im Herbst und Winter überhaupt nicht begehbar. Deshalb muss der Weg verbessert werden und für die Mountain-Biker eine separate Wegführung beispielsweis über den „Hindenburgweg“ gefunden werden.

2. Die Wegführung und Querung der Talstraße an der Kunz’schen Mühle ist gefährlich, weil die Straße dort kurvenreich ist und schlecht einsehbar. Straßenhinweisschilder weit vor und direkt an der Stelle der querenden Fußgänger sind anzubringen.

3. Auch der dortige Einstieg in den „Burgenweg“ sowohl in Südrichtung als auch in Nordrichtung ist schwer auffindbar und durch Hinweistafeln und Markierungen zu verbessern.

4. Der Waldspielplatz am Staudenbach, wo eine Neugestaltung ansteht, ist zu ergänzen um eine Schutzhütte.

5. Im Rahmen der ILEK-Planung sollten auch weitere Ruhebänke entlang den Wegstrecken berücksichtigt werden.

6. Auf den vorhandenen Wandertafeln sind die Orientierungshinweise kaum mehr zu erkennen und müssten an allen Standorten erneuert und auf der ganzen Wegstrecke vereinheitlicht werden mit einem durchgängigen Logo.

7. In den Ortsteilen, beispielsweise in der Nähe der OEG-Haltestellen, wären Hinweistafel zum Einstieg in den „Burgen- und Blütenweg“ zur Orientierung wichtig.

8. Entlang den Wegstrecken gelte es die Pflanzenwelt und Artenvielfalt mit hohem ökologischem Wert zu erhalten und zu stärken.

9. Eine einheitliche Werbung über das Internet beispielweise auf einer eigenen home-page und auf der home-page der betroffenen Städte und Gemeinden wäre eine zusätzliche Hilfe und Informationsmöglichkeit für Einheimische und Gäste.

10. Ziel muss es auch sein, Touristen für die Badische Bergstraße zu begeistern und als attraktive und umweltverträgliche Urlaubsregion mittels gemeinsamer Marketinganstrengungen von Hotels und Gasthäusern zu präsentieren.

Über ILEK hinaus waren auch unerledigte Punkte Thema auf der Arbeitskreissitzung. So seien aus dem Radwegekonzept immer noch nicht die Sicherheitsmängel an der Kreuzung B3/ Autobahnzubringer durch Anbringen zusätzlicher Bedarfsampeln für Fußgänger und Radfahrer auf den Abbiegespuren beseitigt. Hier dränge die SPD weiterhin. Auch fehle die Fahrradabstellanlage auf der Ostseite der Gleise am Bahnhof. Der Park-& ride-Platz an der Zufahrt zum Gewerbepark werde weiterhin so stark angenommen, dass die Fläche regelmäßig nicht ausreiche. Schließlich sei es kein Zustand, wenn Fahrzeuge wegen Überfüllung „wild“ auf der Wiese parkten. Zudem wolle man die Bildung von Fahrgemeinschaften, die von dort aus starten, unterstützen. Nun habe die SPD-Fraktion für dieses Anliegen wieder Mittel im Haushalt 2012 beantragt.

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