Hirschberger mit der SPD auf Berlinfahrt

Veröffentlicht am 21.05.2018 in Ortsverein

SPD HIRSCHBERG

Eine Berlin-Fahrt auf den Spuren der politischen Entwicklung der letzten Jahre? Warum nicht! Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung hatte diese Fahrt angeboten. Einige Mitglieder der Hirschberger SPD fühlten sich angesprochen und meldeten sich für diese Reise für 'politisch Interessierte' an, die dann auch jetzt Ende April stattgefunden hat.

Daß alle ihren Wissensdurst stillen konnten, dafür sorgte ein dicht gedrängtes Reiseprogramm, das keine Wünsche offen ließ. Immerhin zwei Stadtrundfahrten führten an den architektonischen Besonderheiten der neu erblühten Spree-Metropole vorbei und ließ auch Zeit, die noch immer deutlichen Narben der Zeit der Teilung und Unterdrückung wahrzunehmen.

Es gab viel zu sehen, viel zu bewundern und mehr zu bestaunen. Die Reiseführerin sorgte dafür, daß nichts unbeachtet blieb. Wer wußte schon, daß jedes Bundesland eine Vertretung von palastartiger Größe in der Hauptstadt unterhält? Offene, großzügig gestaltete Räumlichkeiten der baden-württembergischen Dependance begrüßten die Besucher. Im Zeppelinraum gab es nach ausgiebigen Informationen über die Geschichte des Gebäudes ebenso reichhaltige Portionen der schwäbischen Küche und wer könnte da schon etwas dagegen haben? Noch ein kurzer, sehnsüchtigen Blick zu den gemütlichen Polstersesseln des Kaminzimmers und schon ging es weiter. Der nächste Programmpunkt wartete darauf, gewürdigt zu werden.

Und was könnte spannender sein, als einer Plenarsitzung 'life' beiwohnen zu können? Die Besucherränge des Reichstagsgebäudes machten es möglich, vorausgesetzt, man schafft es den Argusaugen des Sicherheitsschecks Genüge zu tun. Ja, die befrackten Ordnungshüter sind sehr genau, aber vielleicht muß das ja so sein. Der Bundeswehreinsatz in Mali war Thema in dieser Sitzung, heiß wurde das Für und Wieder diskutiert, nur das Ergebnis der Abstimmung haben wir dann nicht mehr mitbekommen. 'Times up', der strenge Blick der Befrackten forderte, daß für die nächste Gruppe Platz gemacht wurde. Also, dann nicht, trösteten wir uns... und wurden mehr als entschädigt durch den Rundgang (diesmal im eigentlich Sinn des Wortes) durch die Kuppel des Reichstags. Spiralförmig schraubt sich der gläserne Pfad in die luftige Höhe und gibt den Blick frei über die Dächerlandschaft Berlins. Atemraubend für alle, die schwindelfrei sind und traumhaft schön anzuschauen.

Lothar Binding, Bundestagsabgeordneter der SPD für den Wahlkreis Heidelberg/Weinheim hatte eingeladen und so war es naheliegend die Gelegenheit für ein Interview zu nutzen. Was genau füllt den Tag eines Volksvertreters aus, womit beschäftigt er sich in den Ausschüssen, was bedeutet z. B. Lobbyarbeit? Diese und ähnliche Fragen hatten die Besucher an den Abgeordneten, die er ebenso aufmerksam wie ausführlich beantwortete. Noch der Fototermin in der Kuppel, siehe Bild, und schon ging es weiter im Programm. Und das hatte noch einiges zu bieten. Der Checkpoint Charly, der einem noch heute mit seiner nach wie vor düsteren Atmosphäre Gänsehaut verschafft, der Berliner Rundfunk (RBB) von innen, die Willy-Brandt-Stiftung, die Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege“ im Deutschen Dom, es konnte einem schwindlig werden, auch, wenn man sich nicht gerade auf der Plattform des Fernsehturms befand. Last not least, kurz vor der Abfahrt, der Besuch des „Tränenpalastes“, wunderschön am Reichstagsufer gelegen, machte deutlich, daß wir alle einmal Abschied nehmen müssen.

 

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