Thomas Scholz, Sandra Gritsch und Rüdiger Kanzler beim Abbauen
Es ging einfach nicht mehr. Unsere schönen B3-Unterführungsplakate waren nach etwas mehr als einem Jahr einfach hinüber. Nicht durch Verwitterung, sondern durch Vandalismus. Von Anfang an hatten wir Probleme mit Schmierereien auf unseren Leinwänden. Die konnten zwar mit Reinigungsbenzin entfernt werden, aber bei jedes Mal schrubbten wir auch unfreiwillig die Farbe von den Bildern mit herunter. Als dann irgendwann die Plakate mit Cutter-Messer traktiert wurden war es dann aber vorbei. Schon länger hatten wir überlegt, was nun zu tun sei und zunächst noch Rettungsversuche unternommen, aber selbst Klebeversuche blieben erfolglos. Am Ende stand der Entschluss: Die Plakate müssen abgenommen werden. So hatten sich einige SPDler am Donnerstag Nachmittag in der B3-Unterführung getroffen und sowohl die Leinwände selbst als auch die Haken und Schrauben in den Wänden entfernt. Ein bisschen Wehmut schwang da durchaus mit, denn in der Aktion steckte viel Herzblut - und Zeit. Rüdiger Kanzler hatte nämlich die Holzunterkonstruktionen selbst gezimmert, was gleich mehrere Feierabende in Anspruch nahm. Und die Leinwände selbst dann auf die Latten zu tackern war eine "Fummelarbeit". Alles umsonst? Natürlich nicht! Wir haben tolles Feedback bekommen von den Hirschbergerinnen und Hirschbergern die sich sehr über den Lichtblick in der ansonsten vollkommen vollgesprayten Unterführung gefreut hatten und nun auch viele Kommentare, die allesamt mit "Schade!" begannen. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Denn die Unterführung selbst wird bald renoviert. Sie bekommt einen neuen Anstrich sowie eine neue Beleuchtung. Und weil die Idee mit den Bildern den Menschen so gefallen hat tüfteln wir an einem Nachfolgekonzept - dieses Mal mit langlebigen Materialien. Wir haben uns sehr gefreut, mithelfen zu können, Hirschberg für alle Einwohnenden ein bisschen schöner gemacht zu haben.
