Regisseur Rodrigo Otero Heraud, Produzentin Maja Tillmann Salas und MdL Sebastian Cuny
Läufst du einen Weg entlang, dann betrachtest du diesen Weg. Aber der Weg betrachtet auch dich. Solche und ähnliche Weisheiten gab es haufenweise im Dokumentarfilm „Die Augen des Weges“ von Rodrigo Otero Heraud zu entdecken.
Knapp 1,5 Stunden lang entführte uns der Regisseur in eine ferne Welt nach Peru, wo er mit ruhiger Kameraführung einen Heiler begleitet, der von Dorf zu Dorf zieht und die Gedankenwelt des indigenen Volkes der Quechua erklärt, die stark von einer innigen Beziehung zur „Pachamama“, zur Mutter Erde geprägt ist.
Nach dem Film gab es eine angeregte Diskussion mit den Regisseur Heraud und der Produzentin Maja Sallas Tillmann, die sich extra ins Olympia Kino Leutershausen aufgemacht hatten, um Rede und Antwort zu stehen.
Schnell wurde klar, wie ähnlich die Probleme sind. Sowohl in Peru als auch hierzulande. Überfischte Seen, Umweltverschmutzung und eine immer weitergehende Entfremdung des Menschen von der Natur sind die besorgniserregenden Zeichen unserer Zeit.
Die praktischen Auswirkungen der Überwirtschaftung sowie Ausbeutung des Planeten hätte durch ein Lieferkettengesetz zumindest ansatzweise eingedämmt werden können. Es wurde aber von konservativen Kräften im EU-Parlament so geschliffen, dass es kaum wiederzuerkennen ist. Hier meldete sich nun auch Sebastian Cuny zu Wort, der leidenschaftlich für einen Politikwechsel warb und sich persönlich betroffen zeigte von diesen Rückschritten.
Wer die Filmvorführung in Leutershausen verpasst hat, dem sei an dieser Stelle der Film ganz besonders ans Herz gelegt. Magische Bilder von magischen Landschaften und die ruhige Erzählweise versprechen eine beinahe meditative Wirkung – wenn man sich einlassen möchte